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  • AutorenbildMarina Dietrich

Yogalehrer Ausbildung in Indien

Meine Erfahrung mit der Yogalehrer Ausbildung bei Trimurti in Goa, Indien


Frau sitzt strahlend neben einer Buddha Statue und hält ihr Yogalehrer Zertifikat in den Händen
Yogalehrer Ausbildung

2016 war ich in Indien um meine erste 300 Std. Yogalehrer Ausbildung zu machen und hier habe ich einen Auszug aus meinem Journal für dich, was ich geschrieben habe, direkt nachdem ich zurückkam:


4 Wochen in Goa, 14 Std Unterricht pro Tag, 6 Tage die Woche, ohne Verbindung zum Rest der Welt, da ich mein Handy den ganzen Monat nicht eingeschaltet hatte (fast ... in der letzten Woche habe ich 2x draufgeschaut, um nachzusehen, ob ein Jobangebot reinkam - damals hab ich noch viel gemodelt und um mich mit meinem Mann - damals noch Freund - zu treffen).


Hört sich anstrengend an, war aber so erfrischend! Wir sind oft so vertieft in unsere Handys, dass wir vergessen im hier & jetzt zu leben und die Schönheit des Moments zu genießen….

Meine Yogaschule dort heißt Trimurti die zwischen Agonda und Palolem liegt, mitten im Nirgendwo… was aber gut war (für mich zumindest) um nicht von all den Eindrücken ausserhalb abgelenkt zu werden. Die Zimmer & Bungalows waren sehr spartanisch eingerichtet, man hatte aber alles was man braucht (ausser Toilettenpapier ;)) und man hatte das Gefühl man schläft mitten im Dschungel - muss man natürlich mögen.

Auch der Empfang war so herzlich und man hat sich sofort angehoben gefühlt. Die Menschen die dort arbeiteten, waren einfach wundervoll! So liebevoll wie sie sich um ihre Schüler gekümmert haben! Es war wie eine Familie von dem Moment an, in dem man dort ankam ❤


Hier mal ein kurzer Einblick in die Yogaschule und mein Bungalow



Aber ich fange mal von vorne an:

Ich habe mich für eine Yogalehrer Ausbildung entschieden, weil das modeln nachdem ich 30 wurde, langsam etwas anstrengend wurde - auch wenn ich dieses Alter wirklich liebe! Aber die Agenturen versuchten mich immer noch für die jungen Jobs zu buchen, wozu ich in kurzer Zeit dann auch noch ein paar Kilo abnehmen sollte. Ich fing an mich zu fragen: „ist es ok für mich in so kurzer Zeit soviel Gewicht zu verlieren und wahrscheinlich meinen Körper damit krank zu machen?“


Meine Antwort war "NEIN!"


Wenn ich Gewicht verlieren oder einfach nur fit sein will, muss es gut geplant werden! Training, gute Ernährung und gesunder Lebensstil ... Das geht nicht mal schnell in ein oder zwei Wochen!

Funny enough, kurze Anmerkung dazu: Ich war gestern in der Agentur, um neue Polaroids zu machen und meine Maße zu checken und habe jetzt die perfekten Maße, nach einem Monat täglich 2x Yoga, gutem Essen und einem gesundem Lebensstil, einschließlich Reinigung meiner Gedanken!

Es geht darum loszulassen!

Das war mein Beweis! Ich brauchte etwas, um mich auszugleichen, damit ich nicht mehr so ​​gestresst war in dem Modelbusiness, leichter auch mal „Nein“ zu Jobanfragen sagen kann und darauf vertraue dass die Jobs zu mir kommen, die für mich bestimmt sind.


 

Wie kam ich überhaupt zum Yoga & dieser Yogaschule?


2010 in Kapstadt hat mich meine Freundin Sofia in meine erste Yogastunde mitgenommen hat und da war es um mich geschehen. Ich hab mich nach der Stunde wie neugeboren gefühlt und ich hab mich in Yoga verliebt, jede Yogastunde mehr und mehr. Auch mein Leben hat sich seit dem Zeitpunkt komplett verändert! Ich war zu der Zeit noch sehr negativ und war immer der Meinung alles passiert nur mir und ich sei einfach das schwarze Schaf, bzw. der Pechvogel. Nach ca 3 Monaten Yoga hab ich alles in Frage gestellt - auch warum ich nicht an Gott glaubte, warum andere das tun, warum ich bestimmte Dinge tat oder dachte und so viele Fragen die ich mir auf einmal über mich stellte, in denen ich mich hinterfragte.

Diese Veränderung hat mich begeistert, weil es mir so gut tat und lange dachte ich dann darüber nach, selbst Yogalehrerin zu werden um die Welt damit zu bereichern.

Endlich im August 2015 habe ich mich dann dazu entschlossen, es zu tun und habe die Ausbildung bei Trimurti für Februar 2016 gebucht.

Irgendwie war der Februar gefühlt der perfekte Zeitpunkt für mich, aber eigentlich im Himalaya… Ich habe erst nach einigen Recherchen festgestellt, dass es dort im Februar definitiv zu kalt war für mich. Nachdem ich dann zum dritten Mal die Trimurti-Webseite geöffnet hatte, habe ich es endlich getan, ich habe gebucht. Ich wusste, dass dies der richtige Ort für die Ausbildung ist.

Jeder, der mich gut kennt, weiß, wie schwer es mir fällt, mich für etwas zu verpflichten, insbesondere in einer so „fernen“ Zukunft ;)

Kurz vor dem Abreisetag bin ich total nervös geworden. Ich werde normalerweise nicht so nervös, wenn ich die Welt bereise, aber diesmal war es anders ... Ich wusste, dass es mein Leben verändern wird.


Die Ankunft in Indien

Als ich ankam, hab ich mich sofort in das Land verliebt. Ja es ist schmutzig, ja es ist heiß, ja es ist laut, ja manchmal riecht es wirklich übel, ja es ist verrückt und chaotisch ABER es ist auch voll mit wundervollen Farben, leckerem Essen, helfenden Händen und doch irgendwie eine Ruhe in dem ganzen Chaos.

Es lehrte mich, mit weniger zu leben und weniger zu wollen (auch wenn die Märkte dort einen dazu bewegen immer mehr zu kaufen) ohne Strom zu leben, manchmal mit kaltem Wasser zu duschen und geduldig & ruhig zu bleiben in diesem Chaos!

Jetzt weiß ich, warum Yoga so beliebt ist in Indien, es hilft um all das zu bewältigen und zu verdauen ;)



Die Yoga Ausbildung selbst war harte Arbeit!

Alles war auf Englisch (also nicht meine Muttersprache) und wir hatten 2 Asana Stunden am Tag. Ich war bis dahin max. jeden 2. Tag eine Yogastunde gewohnt - was natürlich super war, aber gleichzeitig auch sehr anstrengend.



Tagesablauf

Unser Tag sah so aus:


6:30-7 Uhr Mantra singen und Meditation

7-9 Uhr Yoga Asanas

9-10 Uhr Frühstück in Stille - was ich sehr liebte, weil man seine Aufmerksamkeit darauf richtet was man isst und wie es wirklich schmeckt!

10-11:20 Uhr Anatomie

11:40-13 Uhr verschiedene Themen, wie Yoga-Grundlagen, Yoga-Kultur, Yoga-Business, Chakren und so weiter ...

13-14 Uhr Mittagessen

14:-15:20 Uhr Philosophie

15:40-17:10 Uhr Hilfestellungen in den Asanas

17:30-19 Uhr Yoga Asanas

19-20 Uhr Abendessen

Du kannst dir vorstellen, dass ich zwischen 21 und 22 ins Bett bin, weil ich einfach so erschöpft war!



Kurz zum Verständnis was Asana sind:


Es ist das, was wir im Westen unter einer Yoga-Workout-Klasse verstehen. Wir haben hier vergessen, dass Yoga nicht nur körperliche Arbeit ist, sondern viel mehr! Es ist auch gesundes und frisches Essen, kein Junk Food, richtige Atmung, Meditation und unser gesamter Lebensstil!

Eine meiner Lieblingsklassen war an einem Samstag, an dem wir vor dem Mittagessen in einen gemeinsamen Kreis saßen, um unsere Gefühle mit Worten, Tanz, Umarmungen auszudrücken und einander in die Augen zu schauen ❤

Wir (30 Yogaschüler und ich) haben so viel über uns selbst gelernt und miteinander erlebt. Wir waren für einander da, halfen uns gegenseitig und teilten Umarmungen aus, wo und wann immer es gebraucht wurde.

Ich habe in dieser Ausbildung so viele wundervolle Menschen kennengelernt!


Und ich weiß, dass wir uns vielleicht nicht jeden Tag sehen oder schreiben werden, wir aber trotzdem alle miteinander verbunden sind ❤

Ich wünsche mir, dass jeder dieses Gefühl, auch ausserhalb von Trimurti, mit sich nimmt und es weitergibt. Damit wir alle anfangen, in Liebe und Frieden mit uns selbst, unserem Körper, unsere Seele und jedem anderen Lebewesen zu leben.




One Last thing:


Ich möchte mit dir hier noch mein Lieblingsmantra teilen:

„Lokah Samastah Sukhino Bhavantu“

—> Mögen alle Wesen in allen Welten glücklich sein


Ganz viel Liebe an dich

Marina





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